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Abo| |Thema in ak 662: Linke Männlichkeit

Eine Männer-Antifa ist ein Problem

Im Kampf gegen Nazis drängen männliche Antifas gern an die vorderste Front – diese Gewaltbereitschaft zahlt sich aus, für das ganze Geschlecht

Von Jeja Klein

Fünf Silhouetten von jemanden, der einem Mann mit Cap vor einem großen Stein
Die Politik der militanten Antifabewegung würde erst richtig effektiv, wenn sie die männerzentrierte Krieger- und Ehrenlogik verlässt, aber danach sieht es noch nicht aus. Collage: kd

Seit ihrer Gründung ist die Antifaschistische Aktion ein männlich dominiertes Aktionsfeld. Egal, was einzelne Antifaschisten individuell antreibt – eine männerdominierte Antifa hält die patriarchale Vorherrschaft in linken Kreisen aufrecht. Feminist*innen und Antifaschist*innen müssen sich darum in die Antifa einmischen. Doch das ist nicht nur ein Angriff auf die linke Männermacht. Die etablierte Form ritualisierter Abreibungen zwischen Linksradikalen, im Wesentlichen Männern, und Neonazis stärkt kriegerisch-autoritäre Identitätskonzepte, die den Männlichkeitsidealen von Faschist*innen ziemlich nahe kommen. Die Politik der militanten Antifabewegung würde erst richtig effektiv, wenn sie die männerzentrierte Krieger- und Ehrenlogik verlässt. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass es nicht aufs Maul geben darf.

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