Alles strömt
Im Zuge ihrer faktischen Neugründung hat sich auch die Strömungsarchitektur innerhalb der Linkspartei verändert
Von Nelli Tügel
Es liest sich wie eine Auflösungsankündigung: »Nach einem langen und intensiven Diskussionsprozess sind wir im Koordinierungskreis zu der gemeinsamen Einschätzung gelangt, dass es angesichts einer neuen Konstellation in Partei und Gesellschaft Zeit ist, unsere Aufgaben neu zu sortieren und die Bewegungslinke nach knapp acht Jahren in andere, zum Teil neue Projekte zu überführen.« Huch, was ist da passiert? Die sogenannte Bewegungslinke (BL) hatte sich als Strömung in der Linkspartei 2018/19 formiert. Um in den Kämpfen der nächsten Jahre eine relevante Akteurin sein zu können, müsse sich die Partei verändern, so hatten es BLer*innen im Dezember 2019 in ak formuliert. Der Schlüssel dafür sei »eine moderne, verbindende Klassenpolitik«. Ob man sich nun tatsächlich überflüssig gemacht hat, werden die Mitglieder der BL Ende März noch diskutieren. Tatsache ist aber, dass sich die Strömungslandschaft in der Linkspartei in Auflösung und Neusortierung befindet.
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