Funktioniert das? Die linke Blase verlassen
Von Arthur Grand
Ich lebe nun seit fast zwei Jahren in Deutschland und staune immer wieder darüber, wie mächtig und gut organisiert die linke Infrastruktur hier ist. Sie gleicht beinahe einem Quasi-Staat, einer parallelen Realität, die jenseits marktwirtschaftlicher Logiken und trotz des antimigrantischen Psychose-Klimas weiter existiert. Gleichzeitig sehe ich aber auch eine starke Abhängigkeit von dieser selbst geschaffenen, gemütlichen Hausprojekt-Realität. Die Menschen bewegen sich entlang immer gleicher Routen, besuchen dieselben Soli-Küfas, rufen auf Demonstrationen dieselben Parolen und verdünnen dabei denselben Mate mit demselben Sterni. Nicht sie gehen auf die große, unbequeme Welt zu – sie warten vielmehr darauf, dass die Welt in ihrem behaglichen Hafen anlegt.
Wie lassen sich die Grenzen der linken Ghettos überwinden, von denen ja auch noch unzählige nebeneinanderher existieren? Wie können zahlreiche voneinander isolierte Gruppen in einer analog-medialen Welt miteinander verbunden werden? Und wie lassen sich Solidarität und Reflexion über das schwierige Schicksal der Menschheit eigentlich wieder mit der Menschheit selbst zusammenbringen?
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