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Patt-Situation in der AfD

Auf dem Parteitag von Kalkar konnte sich weder das Meuthen-Lager noch der völkische Flügel durchsetzen

Von Sebastian Friedrich

Auf dem Parteitag hat Meuthen es krachen lassen. Ob es ihm langfristig genutzt hat, muss sich noch zeigen. Foto: Robin Krahl /wikimedia, CC BY-SA 4.0

Eigentlich muss man Jörg Meuthen dankbar sein, denn die AfD macht auch nach dem Parteitag im nordrhein-westfälischen Kalkar weiterhin mit Grabenkämpfen Schlagzeilen. Ursprünglich wollte die AfD von Kalkar ein Signal der Geschlossenheit aussenden: Vorgesehen war, dass die AfD mitten in der Pandemie ein sozialpolitisches Programm entwickelt, um sich damit als sachorientiert und zupackend zu präsentieren. Dass das verabschiedete Konzept am Ende kaum jemanden interessierte, ist auf Meuthens Rede zu Beginn des Parteitags zurückzuführen, in der er die völkische Strömung frontal angriff. Die Partei werde »nicht mehr Erfolg erzielen, indem wir immer aggressiver, immer derber, immer enthemmter auftreten«. Er polemisierte gegen einen rückwärtsgewandten Konservativismus von Leuten, die Bismarck »geradezu schwärmerisch« verehrten. Bismarck-Groupie Gauland sah nicht besonders glücklich aus.

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