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Mieser Musterschüler

Griechenlands Schuldenkrise gilt seit der Rückzahlung der IWF-Kredite als überwunden, doch das Land ist tief gespalten

Von John Malamatinas

Proteste zum 1. Mai 2010 in Athen. Damals ging nicht nur die griechischen Linke auf die Straße, die Wut gegen die von der Troika verordnete Austeritätspolitik und deren autoritäre Durchsetzung durch den griechischen Staat, erfasste alle Bevölkerungsgruppen. Foto: Joanna /Flickr, CC BY 2.0

Etwas mehr als zehn Jahre ist es her, dass Tausende Griech*innen das Parlament auf dem berühmten Syntagma Platz stürmten und sich stundenlange Straßenschlachten mit der Bereitschaftspolizei lieferten. Das war am 12. Februar 2012. Damals versammelten sich bis zu 500.000 Demonstrant*innen in Athen, um ihren Widerstand gegen die Sparmaßnahmen des technokratischen Premierministers Loukas Papadimos zu bekunden. Die Polizei setzte große Mengen Tränengas und Blendgranaten ein, während die Demonstrant*innen Steine und Molotowcocktails warfen. Etliche Gebäude wurden in Brand gesetzt. Zwei Tage zuvor hatte ein Generalstreik das Land lahmgelegt, bei dem die Dachgewerkschaften erklärt hatten, »die vorgeschlagenen Maßnahmen würden die griechische Gesellschaft in die Verzweiflung treiben«.

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