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Anders einheizen

Die Bundesregierung scheitert an einer ökologisch-sozialen Wärmewende – was aber wäre zu tun?

Von Klaus Meier

Ein künstlerisch verziertes Rohr einer Fernwärmeleitung, das über eine Straße verläuft.
Sie werden auch die Adern von Jena genannt: Fernwärmeleitungen sind ein wichtiges Element einer sozial-ökologischen Wärmewende. Foto: indeedous/Wikimedia Commons

Geheizt wird heute in Deutschland vor allem mit Gas und Öl. Die Folge: Rund 20 Prozent aller hiesigen Treibhausgas-Emissionen entstehen durch den Wärmeverbrauch der Gebäude, ungefähr so viel wie durch den Verkehrssektor. Viele fragen sich, wieso die Bundesregierungen in der Vergangenheit so alternativlos auf Öl und Gas setzen konnte. Die einfache Erklärung: Öl- und Gasimporte aus Russland waren unglaublich billig, die deutsche Wirtschaft hat davon beispiellos profitiert und konnte Konkurrenten ökonomisch ausstechen. Daher hatte die Merkel-Regierung keinerlei Interesse an einer ökologischen Wärmewende und bremste den Ausbau der erneuerbaren Energien aus. Mit dem Ukrainekrieg ist dieser Sonderfaktor über Nacht verschwunden. Der deutsche Kapitalismus muss sich nun auf andere energetische Perspektiven umorientieren. Ob das heutige politische Personal der bürgerlichen Parteien dafür die Kompetenz und die Weitsicht haben, darf aber angezweifelt werden.

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