Der aufhaltsame Triumph der AfD
Daraus, wie sich die Rechtsextremen in Sachsen-Anhalt von anderen an die Macht bringen lassen, lässt sich etwas lernen
Von Jan Ole Arps
Es ist in Deutschland aktuell noch etwas Besonderes, wenn ein Halbnazi, genauer gesagt zwei, mit den Stimmen von CDU-Abgeordneten in hohe Staatsämter gebracht werden. Und so verdrängte die Wahl des durch Vetternwirtschaft bekannt gewordenen AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt und des völkischen Ideologen Hans-Thomas Tillschneider zu dessen Stellvertreter für einige Stunden sogar die Warnungen vor einer Berliner Regierung unter Führung der angeblich antisemitischsten Partei Deutschlands aus den Schlagzeilen.
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