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Was Chad und Stacy mit rechtem Terror zu tun haben

Veronika Kracher erklärt in ihrem Buch über »Incels«, warum diese Community kein Randphänomen ist

Von Theresa Hartmann

Veronika Krachers Buch »Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults« erschien im November 2020 im Ventil Verlag. Foto: Theresa Hartmann

Neulich bin ich in den Genuss gekommen, eine Kommentarspalte moderieren zu dürfen. In dem dazugehörigen Beitrag ging es um gesetzliches Vorgehen gegen Catcalling, also sexistische Belästigung von Frauen und weiblich gelesenen Personen im öffentlichen Raum. Es hat keine zehn Minuten gedauert, bis die ersten Kommentare eintrudelten, die alle nach demselben Muster argumentierten: Frauen würden sich generell nur sexuell belästigt fühlen, wenn sie von unattraktiven Männern angesprochen würden. Eine triste Existenz fristet also derjenige, der nicht mit überdurchschnittlicher Attraktivität ausgestattet ist und in der eigenen Erzählung ohnehin immer leer ausgeht. Und als wäre das nicht schon Elend genug, wird diesen traurigen Gestalten ihr Leben zusätzlich von Feminist*innen versaut, die sie wegen einer einzigen Anmache den Rest ihres Lebens hinter Gittern bringen können. Wer kennt’s nicht.

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