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Mörderischer Hass

Dreißig Jahre nach dem Tod von Rafael Blumenstock kämpfen Initiativen für Aufklärung und gegen das Vergessen

Von Dennis Scott

Das neue Mahnmal am Tatort ist eine exakte Nachbildung aus den 1990ern und symbolisiert, dass Rafael Blumenstock auch 30 Jahre nach dem Mord an ihm nicht vergessen ist. Foto: Kollektiv.26

Am 4. November 1990 wurde Rafael Blumenstock mitten auf dem Ulmer Münsterplatz ermordet. Der Mord war besonders grauenvoll und sorgte damit für viel Aufsehen. Todesdrohungen gehörten in dieser Zeit für alle, die ins Abseits gedrängten waren zum Alltag. Pietistisch, schwäbisch, brav – so kann man das Ulm der 1990er Jahre beschreiben. Für Abweichungen davon gab es wenig Raum. Zwar ist der Mordfall bis heute nicht gelöst, doch viel deutet darauf hin, dass Rafael Blumenstock von extrem Rechten ermordet wurde. Mordmotiv: Hass auf vermeintlich Schwule, Linke oder Juden und Jüdinnen. Die manifeste Ablehnung gegenüber als »anders« markierte Menschen war und ist in der Gesellschaft tief verankert, wie die Mitte-Studien immer wieder aufzeigen.

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