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Leïla Slimani beendet mit »Trag das Feuer weiter« ihre monumentale Familiensaga, in der sie auch die Geschichte Marokkos seit dem Zweiten Weltkrieg erzählt

Von Daniel Stähr

Man sieht eine Frau mit Locken, die von unten schräg nach oben blickt und dabei lächelt.
Die Schriftstellerin Leïla Slimani, hier auf der Frankfurter Buchmesse 2017. Foto: Heike Huslage-Koch/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Während sie mit einer Frau schläft, bemerkt die erfolgreiche Pariser Autorin Mia Daoud im November 2021, dass sie ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren hat; später gesellen sich Gedächtnisstörungen zu ihren Symptomen. Lange wird sie von ihren Ärzten nicht ernst genommen, bekommt statt medizinischer Hilfe eine depressive Verstimmung attestiert, und erst als sich im Frühjahr 2023 ein befreundeter Neurologe des Falls annimmt, diagnostiziert dieser die Nachwirkungen einer Corona-Infektion. Sein Rat an Mia, wie sie ihr Gedächtnis zurückzuerlangen kann, lautet in Anlehnung an Marcel Proust: »Finden Sie Ihre Madeleine.« Und so kehrt Mia zurück in ihr Heimatland Marokko, auf die Farm ihrer längst verstorbenen Großeltern, um sich zu erinnern.

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