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Derailing Hamburg

Statt die rassistischen Brechmitteleinsätze gegen Schwarze Menschen aufzuarbeiten, diskutiert die Hansestadt über Cancel Culture gegen ehemalige Verantwortliche

Von Christina Büchs und Herrmann Wiere

Foto einer zerstörten Bahnschiene
Ziemlich entgleist ist die Debatte, um Brechmitteleinsätze in Hamburg. Sie gehen auf das Konto von Olaf Scholz und Klaus Püschel. Doch wer das kritisieren will, muss sich auf ein Gewitter aus Cancel-Culture-Vorwürfen einstellen. Foto: Rob Oo/Flickr, CC BY 2.0

Am 12. Dezember 2021 jährt sich Achidi Johns Tod zum zwanzigsten Mal. Er starb durch einen von mehr als 500 Brechmitteleinsätzen, denen sich Schwarzen Personen über Jahre hinweg unterziehen mussten. Vom damaligen Hamburger Innensenator und Bald-Kanzler Olaf Scholz eingeführt, wurden die Brechmitteleinsätze am Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Nun, zwanzig Jahre nach dem Tod von Achidi John, mussten Vertreter*innen aller demokratischen Parteien in der Hamburger Bürgerschaft gravierende politische Fehler bei den Brechmitteleinsätzen einräumen. Grund genug, die Causa Brechmittel im Kontext rassistischer staatlicher Gewalt endlich aufzuarbeiten.

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