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»Having a vagina means having pain«

Rebekka Endlers Buch »Das Patriarchat der Dinge« zeigt, wie für Männer gemachtes Design die Welt bestimmt

Von Julia Ingold

Meine zweijährige Nichte will in den Sandkasten steigen. Als sie ihr Knie auf den Rand stützt, um sich hochzuziehen, klemmt sie ihr Kleidchen ein und hindert sich selbst am Klettern. Als sie vier ist, spielen wir im Baumhaus, sie, ihr großer Bruder, ihr großer Cousin und ich. Als die Jungs beschließen loszuziehen, um Monster zu jagen, pfeift sie mich zurück: Wir müssen im Baumhaus bleiben und den Sand heraus fegen. Genau solche Erlebnisse bereiten uns Frauen vom zartesten Alter an darauf vor, dass wir uns entweder auf eine eklige Klobrille setzen müssen oder unter Bauchmuskelkrämpfen versuchen, über der Schüssel zu »hoovern«, wie es Rebekka Endler in ihrem ersten Buch »Das Patriarchat der Dinge« nennt. »Having a vagina means having pain«, zitiert Endler darin die Radprofi Hannah Dines.

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