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Kommunismus minus Utopie

Der als Degrowth-Marxist bekannte Kohei Saito plädiert nun für eine sozialistische Variante der grünen Kriegswirtschaft und einen »dunklen Sozialismus«

Von Guido Speckmann

Ein ausgetrocknetes, rissiges Feld mit verkümmerten Pflanzen
Nein, hier gedeiht keine Utopie mehr, Kommunismus bleibt dennoch wichtig. Foto: Md. Hasanuzzaman Himel/Unsplash

Sozialismus oder Barbarei: Dieser Slogan, von Rosa Luxemburg geprägt, erfreut sich auch heute noch in linken Kreisen einer gewissen Beliebtheit. Doch diese Alternative gibt es nicht mehr, argumentiert Kohei Saito in seinem neuen Buch »Am Ende des Fortschritts«. Die Barbarei in Gestalt des Klimakollapses und des Überschreitens planetarer Grenzen sei bereits da. Vielmehr gehe es um die Frage: sozialistische oder kapitalistische Barbarei, so der japanische Marxist Saito auf einer Veranstaltung in Hamburg. Mithin um den Grad der Barbarei und nicht mehr darum, diese abzuwenden.

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