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Der nächste Protestmoment wird kommen

Mit Platzbesetzungen Massendemonstrationen zuspitzen und Bewegungen aufbauen

Von Demos neu denken

Wahrscheinlich von Kindern gemalte Bilder hängen über dem Taksim-Platz, darunter sitzen Menschen im Kreis.
Protestcamps können zu Orten des Austauschs und konkreter solidarischer Praxis werden – wie der Taksim-Platz während der Gezi-Proteste in Istanbul 2013. Foto: Burak Su / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Die »Nie wieder ist jetzt«- und »Brandmauer«-Proteste der letzten Jahre gehörten zu den zahlenmäßig Größten in der Geschichte der Bundesrepublik. Gefolgt ist aus ihnen nichts. Das liegt auch an der Protestform selbst. Denn die Bilder von Menschenmassen täuschen: Auf Demonstrationen bleiben fast alle unter sich, kommen allein und gehen allein nach Hause. Im bloßen Appellieren an ein unscharfes Gegenüber offenbart man vor allem die eigene Ohnmacht. Demos sind in dieser Form nicht in der Lage, Wut und Angst in antifaschistische Praxis zu kanalisieren. Und mit dem Voranschreiten der Faschisierung verschiebt sich auch die Protestschwelle. Protestmomente sind endlich. Als organisierte Linke müssen wir dieses Potenzial für den Aufbau einer antifaschistischen Bewegung nutzen.

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