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Flucht aus dem Vampirschloss

Alternative Wohnprojekte verstehen sich als Orte solidarischen Zusammenlebens, reproduzieren aber oft Bedingungen, denen sie entkommen möchten

Von Matthias Rude

Man sieht eine Mauer mit Graffiti auf dem steht 1914 gebaut 1980 besetzt 2004 freigekauft
Mauer des Wohnprojektes Schellingstraße in Tübingen. Foto: Matthias Rude

Ein Slogan aus der Hausbesetzungsszene lautet: »Es ist besser, unsere Jugend besetzt leere Häuser als fremde Länder.« Das Tübinger Wohnprojekt Schellingstraße geht auf die Besetzung eines ehemaligen Kasernengebäudes südlich des Hauptbahnhofs der Universitätsstadt im Jahr 1980 zurück. Errichtet im späten 19. Jahrhundert im Kontext der Militarisierung des Deutschen Reichs, wurde der Komplex noch bis 1978 militärisch genutzt. Die dort stationierte faschistische 25. Infanterie-Division war am »Unternehmen Barbarossa« beteiligt und in Kriegsverbrechen in der Sowjetunion involviert, insbesondere in der Ukraine.

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