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Verein fuer politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.

Lesbisch Schwule Filmtage

Vom 15. bis 20. Oktober feiern die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg ihr 30. Jubiläum mit über 70 Filmprogrammen aus aller Welt, die die 15.000 erwarteten Besucher*innen berühren, zum Lachen und zum Weinen bringen sollen. Beteiligte Spielstätten sind Kampnagel, Metropolis Kino, Passage, 3001 Kino, B-Movie sowie Rote Flora.

-> Hamburg, 15. bis 20.10.2019

Aspekte des neuen Rechtsradikalismus

Vor dem Hintergrund des Aufstiegs der NPD analysierte Theodor Adorno Mitte der 1960er Jahre in einem Vortrag Ziele, Mittel und Taktiken des neuen Rechtsradikalismus jener Zeit. Er kontrastierte ihn mit dem »alten« Nazi-Faschismus und fragte nach den Gründen für den Zuspruch bei Teilen der bundesdeutschen Bevölkerung. Bei einer Veranstaltung mit dem Historiker Volker Weiß geht es um den Wert des Vortrags für unsere Gegenwart.

-> Hamburg, 22.10.2019, 19 Uhr, Tschaikowskysaal, Tschaikowskyplatz 2

Verschwundene in Kolumbien

Offiziell gibt es in Kolumbien 50.000 sogenannte Verschwundene. Seit 2016 kartiert Human Rights Everywhere diese. Die Ergebnisse sind auf desaparicionforzada.com dokumentiert, 72 Karten liegen nun als Buch vor. Zwei Autoren der Studie stellen sie in Hamburg vor.

-> Hamburg, 22.10.2019, 19.30 Uhr, Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54

Arbeiterselbstverwaltung

Zunehmend werden Ideen diskutiert, in denen das Internet der Dinge und kybernetische Produktionsmodelle zur Unterstützung selbstverwalteter Arbeitsorganisation dienen sollen. In der Gewerkschaftsarbeit geht es dagegen oftmals um kleinteilige Kompromisse bei Gesundheitsschutz, Qualifizierung und Arbeitszeiten. Der Arbeitskreis Technik und Gesellschaft Jena lädt zur Diskussionsveranstaltung ein: Kann Technik dabei helfen, demokratische Betriebe einzurichten?

-> Jena, 29.10.2019, 18 Uhr, Rosensäle Jena, Fürstengraben 27

Mutualismus

Theorie und Praxis des Mutualismus haben in Europa eine lange Tradition. Die französischen Frühsozialisten entwickelten Mitte des 19. Jahrhunderts eine Utopie, in der das gegenseitige Interesse jeder Beziehung im Zentrum stand. Maurizio Coppola ist in Neapel Aktivist des Sozialen Zentrums »Ex Opg Je so' pazzo« und berichtet über das Konzept für die politische Praxis.

-> Berlin, 2.11.2019, 18 Uhr, Alte Buchbinderei, Schererstr. 8

NSU-Tribunal

In Chemnitz und Zwickau lebte das Kerntrio des NSU während seiner Mordserie - eingebunden in ein »Netzwerk von Kameraden«, das bis heute existiert. In Chemnitz fanden im Oktober 2018 rechte Hetzjagden auf Migrant*innen statt, es gab Brandanschläge auf migrantische und jüdische Restaurants. Im November findet auch deshalb in Chemnitz und Zwickau das Tribunal »NSU-Komplex auflösen« statt.

-> Chemnitz/Zwickau, 1. bis 3.11.2019

Wolfram Kastner

Wenn der Münchner Künstler Wolfram Kastner eine politische Aktion ankündigt, kann man sicher sein, dass die Polizei kommt. Im letzten Jahr erschien ein Buch über sein Werk. Der Herausgeber Winfried Nerdinger schreibt dazu: »Wenn es darum ginge, den Künstler auszuzeichnen, von dem in Bayern die meisten und stärksten Anstöße zum Nachdenken über die NS-Zeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Nachwirkungen des Regimes ausgingen, dann müsste Wolfram Kastner mit Ehrungen überhäuft werden.«

-> München, 4.11.2019, 20.30 Uhr, Favorit Bar, Damenstiftstr. 12

Wende gut, alles gut?

30 Jahre nach dem Ende der DDR will Regisseurin Susann Neuenfeldt das Revolutionsgefühl von 1989 nicht den Rechtspopulist*innen überlassen. Die Demonstration des 4. November 1989 soll in ihrem Theaterstück eine dramatische Wiederbelebung erfahren. Neuenfeldt fragt: »Was ist in den 30 Jahren aus der Hoffnung, dem Gestaltungswillen und dem Humor der Menschen geworden? Für welche Zukunft gehen wir heute auf die Straße?«

-> Berlin, 4.11.2019, 17.30 Uhr, Alexanderplatz 

Extremismuskonzept

Ein neuer Sammelband beschäftigt sich mit dem Extremismuskonzept und dessen Bedeutung für den Aufstieg neuer rechter Akteure wie AfD und Pegida. Seit den 1970er Jahren nutzen Sicherheitsbehörden - allen voran der Verfassungsschutz -, politische Stiftungen und Parteien, Forscher*innen und Medien das Konzept, um »Feinde der Demokratie« zu identifizieren. Die Herausgeber*innen stellen zentrale Beiträge vor.

-> Berlin, 5.11.2019, 20 Uhr, Café k-fetisch, Wildenbruchstr. 86

Offene Grenzen

Während durch Klimakatastrophen, Kriege, Gewalt und Armut im Globalen Süden immer mehr Menschen zur Flucht gezwungen werden, schotten sich die Staaten des Globalen Nordens immer brutaler ab. Zugleich sind es die Bürger*innen dieser Staaten, die das Recht auf Bewegungsfreiheit genießen. Die Forscher Bernd Kasparek und Arian Schiffer-Nasserie diskutieren über offene Grenzen und Kritik der Migrationspolitik.

-> Wuppertal, 7.11.2019, 18.30 Uhr, Färberei in Oberarmen, Peter-Hansen-Platz 1

Antifaschistischer Kongress Bayern

Eine gute Gewohnheit: Auch 2019 gibt es wieder den Antifaschistischen Kongress Bayern. Was vor zehn Jahren als bayernweites Antifa-Jugendcamp begann, findet dieses Jahr vom 8. bis zum 10. November in München statt - wieder im DGB-Haus.

-> München, 8.-10.11.2019, DGB Haus/Kafe Marat

1989: Was bleibt?

Seit vielen Jahren ist eine gemeinsame Diskussion der alternativen Linken der Länder des ehemaligen Ostblocks verstummt, obwohl es viele Gemeinsamkeiten ihrer Situation gibt. Verbannt in die Peripherie verlängerter Werkbänke einer neoliberalen Europäischen Union, Verarmungs- und Abwanderungsprozessen ausgesetzt und mit dem Aufstieg autoritär-nationalistischer Bewegungen konfrontiert, ist es allerhöchste Zeit, wieder ins Gespräch zu kommen. Bei der Diskussionsveranstaltung geht es um den Umbruch 1989 in Osteuropa und seine Bedeutung für linke Alternativen heute.

-> Berlin, 8.11.2019, 19 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4

Geschichte des November-Pogroms 1938

Ein Stadtrundgang widmet sich dem 9. November 1938 in Bremen, seiner Vor- und Nachgeschichte, der Geschichte von Jüdinnen und Juden in Bremen und den Spuren, die sie in dieser Stadt hinterlassen haben. Weiteres Thema sind die Täter, ihre Planungen, ihr Vorgehen und ihre weitgehende Straffreiheit nach Ende des Nationalsozialismus.

-> Bremen, 10.11.2019, 14 Uhr, Ecke Obernstraße/Sögestraße

Sozialismus aus dem Rechner?

Historisch war die Planwirtschaft ein wenig attraktives ökonomisches System. Aktuelle Vorschläge betonen hingegen, dass Amazons Big-Data-Analysen, die Verbreitung von 3D-Druckern und zunehmende Automatisierung die Grundlage für eine demokratische Planwirtschaft sein könnten. Kritische Stimmen halten dagegen, dass solche Konzepte eine Überflussgesellschaft voraussetzen, die es auch mit den neuen Informationstechnologien nicht geben wird.

-> Jena, 14.11.2019, 18 Uhr, Rosensäle Jena, Fürstengraben 27

Anti-Heimatabend

In ihrem dreistündigen Programm beleidigen Thomas Ebermann und Thorsten Mense die Heimat, die in der Bundesrepublik ein Revival feiert. Jeder und jede muss sie haben, lieben, vermissen, verteidigen oder tief im Herzen tragen. Ob Greenpeace oder Kaufland, die Identita?ren oder die Gru?nen, Horst Seehofer oder Bodo Ramelow: Alle machen mit, und niemand fragt »Warum?«. Weitere Termine unter www.heimatfeindschaft.de.

-> Braunschweig, 14.11.2019, Nexus, Frankfurter Str. 253b

Femme Rebellion Fest

Anfang der 1990er Jahren starteten eine Menge Frauen- und gemischtgeschlechtliche Bands ausgehend von der Riot Grrrl Bewegung in den USA eine Art Rebellion, um die herrschenden sexistischen Selbstverständlichkeiten in Musikzusammenhängen zu überwinden. Mit dem Femme Rebellion Festival soll das Feuer, das damals entzündet wurde, wieder entfacht werden. Vier Bands touren deshalb durch Kiel, Hannover, Bremen und Hamburg.

-> Kiel, 20.11.2019, 20 Uhr, Alte Meierei, Hornheimer Weg 2

-> Hannover, 21.11.2019, 20 Uhr, UJZ Korn, Kornstr. 28 -30

-> Bremen, 22.11.2019, 20 Uhr, Die Friese, Friesenstr. 124

-> Hamburg, 23.11.2019, 20 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2

Ende Gelände

Statt Kopf in den Sand heißt es jetzt: Füße in die Grube. Es geht direkt an den Ort der Zerstörung - ins Lausitzer Braunkohlerevier. Während die Regierung den Kohleausstieg 2038 per Gesetz festnageln will, läutet Ende Gelände den sofortigen Kohleausstieg mit einer ungehorsamen Massenaktion ein.

-> Lausitzer Kohlerevier, 29.11. bis 1.12.2019