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Verein fuer politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.

Lesbisch Schwule Filmtage

Wie politisch sind »queere« Filme? Was zeichnet »queere« Ästhetik aus? Zum 28. Mal präsentieren die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg mehr als 130 Kurz- und Langfilme queerer Kinokunst an verschiedenen Orten in Hamburg. Mit 15.000 Besucher_innen ist es das größte und älteste queere Filmfestival Deutschlands.

-> Hamburg, 17. bis 22.10.2017, Kampnagel, Passage Kino, Metropolis Kino, 3001 Kino, B-Movie, Rote Flora

Außer Kontrolle

Die Gruppe alles.anders aus Düsseldorf veranstaltet in Kooperation mit dem ASTA der HS Düsseldorf eine Podiumsdiskussion zum Thema »Ausweitung der Rechte der Polizei«. Auf dem Podium diskutieren der freie Journalist Peer Heinelt, ein Vertreter der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland und ein Vertreter von Amnesty International.

-> Düsseldorf, 23.10.2017, 19 Uhr, HS Düsseldorf, Münsterstr. 156, Gebäude 3

Gemeingut Stadt

Das neue Berliner Heft zu Geschichte und Gegenwart der Stadt ist die erste Publikation des griechischen Architekten und Aktivisten Stavros Stavrides in deutscher Übersetzung. Nach einer kurzen Vorstellung des Heftes ist der Abend der Vorführung von Next Stop: Utopia gewidmet. Der Film von Apostolos Karakasis dokumentiert den Kampf einer Gruppe von Arbeiter_innen in Thessaloniki, die im Februar 2013 die insolvente Fabrik des Baumaterialienherstellers Vio.Me besetzten.

-> Berlin, 24.10.2017, 19 Uhr, nGbK, Oranienstr. 25

Die Akte Zilli Reichmann

Die heutige 94-jährige Zilli Reichmann hat ein abenteuerliches Leben hinter sich. Auf der Grundlage vieler Gespräche mit ihr schildert Heiko Haumann ihr Schicksal im Zusammenhang mit der Geschichte der Sinti im 20. Jahrhundert - deren Traditionen, Kultur und Alltag, aber auch das vorherrschende »Zigeunerbild«, die systematische »Bekämpfung des Zigeunerunwesens« und die Radikalisierung ihrer Verfolgung während der nationalsozialistischen Herrschaft. 1942 wurde Zilli Reichmann in Straßburg verhaftet und ein Jahr später in das »Zigeunerlager« im KZ Auschwitz-Birkenau eingeliefert. Sie überstand die KZ-Haft, doch die Diskriminierungen setzten sich in der Bundesrepublik fort - nicht zuletzt im Rahmen der beschämenden »Wiedergutmachung«.

-> Freiburg, 24.10.2017. 20 Uhr, Uni Freiburg KG I Raum 1098, Platz der Universität 3

Luther Blissett: »Q«

Während der Erzähler das Credo »Alles gehört allen!« verkündet und damit für das radikale Gleichheitsversprechen des reformierten Glaubens kämpft, setzt sein Widersacher und Verfolger Q alles daran, diese Bestrebungen zu verhindern und stattdessen die Macht und Lehre der katholischen Kirche zu verteidigen. Thomas Ebermann und Berthold Brunner inszenierten eine szenische Lesung auf Grundlage des Romans »Q« von Luther Blissett. Es ist deutschlandweit der erste Versuch, die Themen des historischen Thrillers auf einer Theaterbühne darzustellen.

-> Hannover, 24.10.2017, 20 Uhr, Raschplatz-Pavillon, Lister Meile 4

-> Oldenburg, 25.10.2017, 20 Uhr, Alhambra, Hermannstr. 83

-> Hamburg, 30.10.2017, 20 Uhr, Polittbüro, Steindamm 45

-> Potsdam, 31.10.2017, 20 Uhr, Spartacus, Friedrich-Engels-Str. 22

-> Leipzig, 1.11.2017, 19.30 Uhr, Conne Island, Koburger Str. 3

-> Reutlingen, 22.11.2017, 20 Uhr, Franz K., Unter den Linden 23

-> Göttingen, 23.11.2017, 20 Uhr, Lumiere, Geismarlandstr. 19

Alle Macht den Sowjets?

Am 25. Oktober 1917 ergriffen die Bolschewiki im Namen der Sowjets in Russland die Macht. Befeindet nicht nur von den herrschenden Klassen Russlands und der kapitalistischen Welt, sondern als »Usurpatoren der Revolution« auch kritisiert von einem Großteil der reformistischen wie radikalen Linken, behaupteten die Bolschewiki in einem blutigen Bürgerkrieg ihre Macht und bauten sie im Namen der »Diktatur des Proletariats« und des »Kommunismus« zu ihrer Parteidiktatur über die Sowjets aus. Anhand von Filmausschnitten und kurzen Inputs wird über die Massenbewegungen, politische wie soziale Entwicklungen zwischen der Februarrevolution 1917 und dem Aufstand der Matrosen von Kronstadt im März 1921 informiert, um anschließend darüber zu diskutieren.

-> Berlin, 25.10.2017, 19 Uhr, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

Weltuntergang und Utopie

Ausnahmezustand im Sonnensystem: Die Sonne hat gemeinsam mit ihren Planeten entschieden, dass dem Treiben auf der Erde ein Ende gemacht werden muss. Die roten Spieler_innen versuchen, den losgeschickten Kometen davon zu überzeugen, dass dieser Erde trotz all ihrer Widersprüche eine emanzipatorische Zukunft bevorsteht. Ausgangspunkt für die Produktion von »Anastrophe now!« waren die Stücke des 1939 in Buchenwald ermordeten jüdisch-kommunistischen Dichters Jura Soyfer.

-> Mülheim an der Ruhr, 28.10.2017, 20 Uhr, Ringlokschuppen Ruhr, Am Schloß Broich 38

Unter einem Dach

Ende 2015 nahmen die Sußebachs den aus Syrien geflüchteten Studenten Amir Baitar in ihrem Haus am Hamburger Stadtrand auf. Fortan hatten sie viele Fragen: Wie soll ein Muslim im kleinen Gästebad die rituelle Reinigung vollziehen? Dürfen sich Eltern vor den Augen ihrer Kinder küssen? Kann man abends Tatort gucken, wenn zeitgleich über Gräueltaten in Syrien berichtet wird? Über ihren gemeinsamen Alltag haben Amir Baitar und Henning Sußebach ein Buch geschrieben - mal komisch, mal traurig, immer erkenntnisreich.

-> Hamburg, 1.11.2017, 20 Uhr, W3-Saal, Nernstweg 34

Das unsichtbare Vorurteil

Das Verhältnis der Linken zum Antisemitismus ist ein polarisierendes Thema. Auch in den USA stehen nicht erst seit den Anschlägen vom 11. September Bewegungen wie Occupy Wall Street, die Friedensbewegung oder pro-palästinensische Gruppen unter Antisemitismusverdacht. Häufig sind es ihre Kritik an Israel und die damit verbundenen Positionen und Aktionen wie Boykottaufrufe, die Anlass für hitzige Debatten geben. Seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten gewinnen diese Debatten an Virulenz, ist es doch zu einem gesamtgesellschaftlichen Anstieg an antisemitischen Stereotypen und Straftaten - vor allem durch rechte Akteure - gekommen. Auf Grundlage einer ethnographischen Studie hat Sina Arnold das Verhältnis der US-Linken in Geschichte wie Gegenwart erforscht.

-> Bonn, 1.11.2017, 20 Uhr, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76

Nach Raqqa

Vor zwei Jahren wurde Kobane befreit. Damit fand der Kampf der kurdischen Freiheitsbewegung gegen den IS und für ein revolutionäres Rojava weltweite Beachtung. Nun ist mit der Eroberung Raqqas der IS militärisch zurückgedrängt. Was bedeutet dies für die Zukunft Rojavas? In dieser Kriegssituation fand in den letzten Jahren eine beeindruckende gesellschaftliche Umgestaltung statt. Was sind die Strategien und nächsten Schritte der Frauenbefreiung und des Aufbaus einer pluralen Rätedemokratie? Gleichzeitig kämpft die kurdische Bewegung in Deutschland vermehrt gegen Repression. Was bedeutet internationale Solidarität zwei Jahre nach Kobane? Diese und andere Fragen diskutieren Nursel Kilic, Sprecherin der internationalen Vertretung der kurdischen Frauenbewegung, und Ismail Küpeli.

-> Berlin, 1.11.2017, 20 Uhr, SO 36, Oranienstr. 190

Fluchtwege Honduras - Deutschland

Nach Anerkennung im Asylverfahren leben Frenesys Sahory und Shirley Mendoza in Deutschland. Aufgrund ihres trans*-Aktivismus mussten sie aus ihrem Heimatland Honduras fliehen. Sie sprechen über Fluchtursachen, ihre persönlichen Wege und Erfahrungen in Deutschland - von positiven Erlebnissen über Diskriminierung bis hin zu bürokratischen Hindernissen.

-> Hamburg, 2.11.2017, 19 Uhr, Seminarraum Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 28A

Disrupt!

Die Beiträge des Sammelbands »Disrupt!« beschreiben die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt - weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese - oft unhinterfragte - Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint zwingend notwendig. Die Autor_innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifischer Techniken.

-> Bochum, 2.11.2017, 19 Uhr, soziales zentrum, Josephstr. 2

-> Hannover, 8.11.2017, 20 Uhr, ujz, Kornstr. 28-30

-> Bielefeld, 9.11.2017, 20 Uhr, AJZ Bielefeld, Heeper Str. 132

-> Wuppertal, 15.11.2017, 19.30 Uhr, Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3

Antifakongress Bayern

In einer Reihe von Vorträgen geht es beim Antifakongress um rechte Bewegungen, Ressentiments und Ausgrenzung, es wird debattiert über Kapitalismuskritik, Geschlechterverhältnisse und Alternativen zu den herrschenden Zuständen. Außerdem stehen praktische Workshops auf dem Programm - etwa zu Emotionaler Erster Hilfe, Stop-Deportation- und Demosani-Arbeit. Informationen unter antifakongress.blogsport.eu.

-> München, 3. bis 5.11.2017, DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64

Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich!

Mit diesem Zitat von Bertolt Brecht titelt der Hans-Beimler-Chor zwei Konzerte Anfang November. Es geht dabei um die zunehmend ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und die daraus entstehende soziale Sprengkraft. Das Programm reicht von der belebenden Wirkung des Geldes (Brecht/Eisler) oder dem bitterbösen Kapitalistenlied (Kreisler) über das Bankenlied (Clément), in dem Entlassene aufbegehren, bis hin zu Liedern von Solidarität und Kampf. Karten für 14 bzw. 7 Euro über: tickets@hans-beimler-chor.de.

-> Berlin, 4.11.2017, 20 Uhr und So., 5.11.2017, 15 Uhr, Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32

Alternative Energien und neue Wege

Seit vielen Jahren engagiert sich Gustavo Castro in Basisbewegungen gegen Megaprojekte im Energiesektor und für Menschenrechte in Mexiko und Zentralamerika. Die Journalistin Erika Harzer spricht mit ihm über alternative Energien von unten, über den Widerstand der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung sowie Möglichkeiten der internationalen Vernetzung.

-> Hamburg, 7.11.207, 19 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2

Yallah!? Über die Balkanroute

Die Wanderausstellung zeigt Perspektiven von Geflüchteten auf »den langen Sommer der Migration« 2015 bis hin zur Grenzschließung und heutigen Verwaltung von Leben in riesigen Lagern. Neben zahlreichen Audioaufnahmen sprechen Menschen mit Fluchterfahrung auch durch eigens dafür angefertigte Kunstwerke in der Ausstellung. Zusätzlich findet ein Rahmenprogramm mit politischem Rückblick auf die letzten zwei Jahre, Gedichten, Genderschwerpunkten und einem Diskussionsabend statt. Informationen unter yallah-balkanroute.eu.

-> Göttingen, 10.11. bis 24.11.2017, Haus der Kulturen, Hagenweg 2e

Mit permanenten Grüßen

Die Biografie »Mit permanenten Grüßen« handelt von zwei Menschen, die ihren sozialistischen Idealen ein Leben lang treu geblieben sind - trotz Verfolgung und bitterer Enttäuschung, trotz Krieg, Verrat und Perspektivlosigkeit; von ihrem konsequenten Kampf gegen die kapitalistische Profitlogik und gegen die europäischen Diktaturen des kurzen 20. Jahrhunderts; vom einsamen Leben im Exil; von politischer Isolation und dem anhaltenden Glauben an eine bessere Welt.

-> Bonn, 14.11.2017, 20 Uhr, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76

Rechtspopulismus ein eigenes Phänomen?

Der Front National in Frankreich, die FPÖ in Österreich, Donald Trump in den USA oder die AfD in Deutschland - rechtspopulistische Parteien feiern dieser Tage einen Wahlerfolg nach dem nächsten. Grund genug sich das Phänomen des »Rechtspopulismus« genauer anzusehen. Handelt es sich dabei überhaupt um ein eigenständiges Phänomen? Oder ist der Rechtspopulismus nur eine weitere Spielform der extremen Rechten? Und wenn es sich um eigenständige Phänomene handelt, wie lassen sich diese voneinander unterscheiden oder differenzieren?

-> Hamburg, 16.11.2017, 19 Uhr, HAW, Berliner Tor 5

Queeres Verlegen

»Queeres Verlegen« ist eine Plattform für die Sichtbarkeit von LGBTIQ-Lebensweisen unter dem besonderen Blickwinkel queer-feministischer Publizistik. Auf der feministischen Buchmesse präsentieren sich politische Verlage, Vereine, Zines, Publikations- und Vertriebsprojekte, die sich idealistisch und engagiert der Verbreitung queerer Literatur, Theorie und Politik widmen. Mit internationalen Gästen aus Südafrika und der Türkei. Informationen unter www.queeres-verlegen.org.

-> Berlin, 18.11.2017, 11-21 Uhr, aquarium, Skalitzer Str. 6 und Südblock, Admiralstr. 1-2

Antisemitismus und der Front National

Die Zahl der Auswanderungen französischer Jüdinnen und Juden nach Israel hat im Jahr 2015 einen Rekord seit der Staatsgründung 1948 erreicht: 7.900 haben Frankreich verlassen, im Jahr 2012 waren es noch 1.800. Diese Rekordzahlen lassen sich als Reaktion auf die unzähligen antisemitischen Anschläge in Frankreich beobachten - sei es das Attentat auf eine jüdische Schule in Toulouse im Jahr 2012 oder die verheerenden Anschläge von Paris im gesamten Jahr 2015. Gleichzeitig feiert die extrem rechte Partei Front National unter Marine Le Pen Erfolge. War die Partei unter Jean-Marie Le Pen noch offen antisemitisch, leugnet Marine Le Pen nun jeglichen Antisemitismus in der Partei. Dennoch bedient sie sich antisemitischer Ressentiments und Sprecharten. Wie lässt sich das »neue« Verhältnis von Front National und Antisemitismus verstehen?

-> Hamburg, 24.11.2017, 19 Uhr, HAW, Berliner Tor 5