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Verein fuer politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.

Raus aus dem Euro?

Die Erfahrung der SYRIZA-Regierung in Griechenland zeigt, dass selbst die Eroberung der Regierung durch eine linke Partei nicht unbedingt Gewähr dafür bietet, dass es zu einem grundlegenden Politikwechsel im Interesse der großen Mehrheit der Bevölkerung kommt. Ist die Fortsetzung der Sparpolitik nur ungünstigen Kräfteverhältnissen geschuldet, oder ist sie in den Institutionen der Europäischen Union und der Währungsunion selbst verankert? Die Linke in Europa ist in dieser Frage tief gespalten: Die einen wollen aus der Währungsunion oder der EU austreten, die anderen setzen eher auf eine weitere Vertiefung der europäischen Integration. Gibt es angesichts dieser unterschiedlichen Zielsetzungen überhaupt gemeinsame Handlungsmöglichkeiten der Linken in Europa? Referent: Thomas Sablowski (PROKLA).

-> Wismar, 16.8.2017, 19 Uhr, Treff im Lindengarten, Bahhofstr. 17

Degrowth-Sommerschule

Zum dritten Mal findet die Degrowth-Sommerschule auf dem Klimacamp im Rheinland statt. Schwerpunkt der einwöchigen Bildungsveranstaltung ist ein sozial gerechter Strukturwandel im Rheinischen Revier. »Überall auf der Welt sind Menschen von sozialer und ökologischer Zerstörung als Folge unserer profitorientierten Wirtschaft betroffen, auch hier im Rheinland. Mit der Sommerschule wollen wir nach Alternativen zu diesem System suchen und ganz konkret schauen, wie ein Strukturwandel für das Rheinland und die Menschen hier aussehen könnte«, so Ruth Krohn, Mitorganisatorin der Sommerschule. Programm unter www.degrowth.info/de/sommerschule-2017.

-> Rheinland, 18.-23.8.2017, Klimacamp

90. Todestag von Sacco und Vanzetti

Am 23. August 1927 wurden die beiden italienischen Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti im US-Gefängnis Charlestown im Bundesstaat Massachusetts auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Sie waren in einem Prozess für zwei bewaffnete Raubüberfälle zum Tode verurteilt worden. Der Prozess war geprägt durch »Red Scare« (die Angst vor dem »Bolschewismus«) sowie den Rassismus, der Italiener_innen im Einwanderungsland USA entgegenschlug. Gerhard Hanloser wird nicht nur über den Justizmord sprechen, sondern auch einen Blick auf die Geschichte der radikalen Arbeiterbewegung und des Anarchismus in den USA werfen.

-> Berlin, 23.8.2017, 20 Uhr, //:about blank, Markgrafendamm 24c

Tunnel below

Die Ausstellung »Tunnel below« befasst sich mit den unmittelbaren Auswirkungen von Grenzregimen. Es sollen jene Geschichten erzählt werden, die üblicherweise nicht öffentlich verhandelt werden. Der Blick auf verschiedene Brennpunkte - die zunehmende Abschottung Europas, die Grenze zwischen den USA und Mexiko und die militarisierten Ökosysteme des Jordan - zeigt, dass die Kontexte sich unterscheiden. Jedoch sind die Prinzipien des Ausschlusses und der Repression oft ähnlich. Können Grenzphänomene als Teil einer größeren, neoliberalen Agenda untersucht werden? Mediale Bilder tragen zur Umsetzung dieser Agenda bei und gewöhnen uns an eine zunehmend gewaltvolle Realität. Eröffnung der Ausstellung ist am 25. August, weitere Veranstaltungen unter www.ngbk.de.

-> Berlin, 25.8.2017, 19 Uhr, Oranienstr. 25, 10999 Berlin

Gedenken an Nguyen Ngoc Chau und Do Anh Lan

Nguyen Ngoc Chau und Do Anh Lan kamen im Frühjahr 1980 nach ihrer Flucht aus Vietnam nach Hamburg und wurden in der Halskestraße 72 untergebracht. Am 22. August 1980 wurde ein Brandanschlag auf die Unterkunft verübt, den beide nicht überlebten. Die Täter_innen waren im bundesweit agierenden rechtsterroristischen Netzwerk Deutsche Aktionsgruppen organisiert. Auch 37 Jahre nach dem Tod von Chau und Lan gibt es in Hamburg keinen offiziellen Gedenkort.

-> Hamburg, 27.8.2017, 16 Uhr, Halskestr. 72

Linker Widerstand in den USA

Dianne Feeley, die jetzt im Ruhestand ist, lebt in Detroit. Sie hat früher bei Ford und bei American Axle, einem Zulieferer der Autoindustrie, gearbeitet. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Lohnarbeitsleben arbeitet sie bei Local 22 der United Autoworkers (UAW), der Automobilarbeitergewerkschaft, mit. Sie schreibt für Labor Notes, die wohl wichtigste Zeitschrift konsequenter Gewerkschafter_innen in den USA, und sie gehört zum Herausgeberkreis der Zeitschrift Against the Current. Zugleich ist sie in der Leitung der marxistischen Organisation Solidarity (USA).

-> Oberhausen, 28.8.2017, 19 Uhr, Fabrik K14, Lothringer Str. 64

-> Bochum, 29.8.2017, 19 Uhr, Soziales Zentrum Bochum, Josephstr. 2

-> Hamburg, 31.8.2017, 19 Uhr Gewerkschaftshaus Hamburg, Besenbinderhof 60

-> Kassel, 5.9.2017, 19 Uhr, Rothe Ecke, Naumburgerstr. 20a

-> Frankfurt, 6.9.2017, 19.30 Uhr, Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

-> München, 7.9.2017, 19.30 Uhr, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80

-> Mannheim, 11.9.2017, 19 Uhr, Gewerkschaftshaus Mannheim Hans-Böckler-Str. 3

Sungs Laden

Karin Kalisa liest aus ihrem Buch »Sungs Laden«: Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer_innen bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szeneviertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge weht, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat.

-> Hamburg, 2.9.2017, 18 Uhr, Hamburger Frauenbibliothek, Grindelallee 43

Illegal

Max Annas liest aus seinem Buch »Illegal«: Kodjo, ein junger Mann aus Ghana, lebt schon seit Jahren illegal in Berlin. Er kennt sämtliche dunklen Ecken der Hauptstadt und wechselt seine Adresse so oft wie seine Gewohnheiten. Nur nicht auffallen! Doch eines Abends auf dem Nachhauseweg erregt er zusammen mit seinem ebenfalls illegalisierten Kumpel Saif durch ein leichtes Zucken an der roten Fußgängerampel die Aufmerksamkeit eines Polizisten, und die Menschenjagd beginnt: geschildert aus der Perspektive eines schwarzen Mannes ohne Papiere, der jedoch sehr schnell laufen kann.

-> Hamburg, 2.9.2017, 19.30 Uhr, Buchladen in der Osterstraße, Osterstr. 171

Warum so verlegen?

Seit 20 Jahren erweitert der AvivA Verlag »den literarischen Kanon um weibliche Stimmen und Perspektiven - vergessene Schätze, literarische Entdeckungen und Bücher über außergewöhnliche Frauen«. In der Reihe »Wiederentdeckte Schriftstellerinnen« werden vergessene, vorwiegend jüdische Autorinnen der 1920er Jahre präsentiert. Britta Jürgs liest einige Titel des Verlagsprogramms und stellt den von ihr herausgegebenen Sammelband »Was trinken wir? Alles!« vor.

-> Hamburg, 6.9.2017, 20 Uhr, Buchladen in der Osterstraße, Osterstr. 171

Der Weg in die Altersarmut

Seit drei Jahren formiert sich Widerstand gegen die zu Altersarmut führende Politik der neoliberalen Parteien. Es hat sich ein Kreis von Gewerkschaftsmitgliedern (Seniorenaufstand) gebildet, der über den drohenden Weg in die Altersarmut aufklären und ihn verhindern will. Im Interesse der Rentner_innen wie der Berufstätigen. Die aktuelle Devise zur Bundestagswahl im September lautet: »Wer Rentner quält, wird nicht gewählt«. Vortrag und Diskussion mit Reiner Heyse (Seniorenaufstand Neumünster/Kiel).

-> Hamburg, 6.9.2017, 18.30 Uhr, Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 15

No stress - Refugee Conference

Der Alltag von Geflüchteten ist meist von Stress geprägt. Im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung gibt es oft Vorurteile. In einer Zeit, in der Rassismus und Hetze gegen Geflüchtete stärker werden, scheint es immer schwieriger, solche Hürden zu überwinden. Mit der Konferenz sollen Lösungswege und Strategien entwickeln werden, wie sich diese Probleme gemeinsam bewältigen lassen. Mit einem breiten inhaltlichen Angebot werden globale Zusammenhänge von Flucht und Migration genauso beleuchtet wie Handlungsmöglichkeiten vor Ort aufgezeigt. Gleichzeitig werden die aktuelle Gesetzeslage und rechtliche Rahmenbedingungen vermittelt. Infos und Anmeldung unter nostress-bielefeld.de.

-> Bielefeld, 8.-10.9.2017, Uni Bielefeld, Universitätsstr. 25

We'll come united

Es geht um Flucht und Entrechtung, um Behörden und Rassismus, um das Willkommen und das Bleiben. We'll come united: Für eine Politik der Solidarität. Zusammen für alle! Dafür steht die große Parade in Berlin: Demo, Zug, Karneval, Theater, Musik. Um unsere Geschichten auf den Straßen zu sehen, den Ungehörten Gehör zu verschaffen und die eigenen Forderungen in die öffentliche Debatte zu bringen. Der Karneval ist ein fantasievoller Ort der Gemeinschaft gegen Rassismus, gegen die Entrechtung und Entmenschlichung von Geflüchteten. Infos unter www.welcome-united.org.

-> Berlin, 16.9.2017, 13 Uhr, Bundesinnenministerium, Alt-Moabit 140