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Weiße Schlangen in Hamburg

Um endlich Austragungsort olympischer und paralympischer Spiele zu werden, greift die Stadt in die tech-populistische Trickkiste

Von Ulf Treger

Fließt das Geld der Stadt auch bald in so ein überdimensioniertes Olympiastadion wie das in München? Foto: Bernd Dittrich/Unsplash

An einem dunklen Novemberabend fanden sich im Hamburger Westen etwa 50 Interessierte zu einem von der Stadt konzipierten »Dialog« über die geplante Bewerbung als Austragungsort für olympische und paralympische Spiele ein. Sorgfältig wurde an dem Abend darauf geachtet, dass es nicht zu einem offenen Austausch von Argumenten kam. Obwohl die Anwesenden, mehrheitlich weiß und bürgerlich situiert, der Idee einer Bewerbung wohlgesonnen schienen, überwogen in der Fragerunde die Bedenken und Sorgen: Ob die örtlichen Sportangebote wirklich profitieren würden (und warum es dazu erst die Bewerbung bräuchte), wie die Ausrichtung der Spiele mit der prekären Lage des öffentlich Nahverkehrs zusammenpassen würde, und vor allem: Wie die Stadt verhindern wolle, dass es wieder so bedrohlich würde, wie beim letzten Großereignis, dem G20-Gipfel 2017?

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