Kalender
Gegen die Residenzpflicht
Gruppen in Berlin und Brandenburg arbeiten daran, die Residenzpflicht für Flüchtlinge abzuschaffen bzw. mindestens zwischen Berlin und Brandenburg aufzuheben. Die Initiative gegen das Chipkartensystem lädt ein zu einer Veranstaltung über die Residenzpflicht unter dem Titel " Rassistische Kontrollen und ihre Funktion für die Residenzpflicht". Weitere Informationen unter: www.residenzpflicht.info
Berlin, 15.2.10, 19 Uhr, BAIZ, Christinenstr. 1
Der kurze Frühling der Revolution
Veranstaltung zu den Ereignissen während und nach dem Kapp-Putsch in Hannover und im Ruhrgebiet im März 1920. Veranstalterin: FAU-Hannover. Infos: www.fau.org/hannover
Hannover, 23.2.10, 20 Uhr, UJZ, Kornstr. 28-30
Aktivierende Arbeitsmarktpolitik
Peer Rosenthal, Referent für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in der Politikberatung bei der Arbeitnehmerkammer Bremen, beschäftigt sich in seinem Vortrag "Aktivierende Arbeitsmarktpolitik und das Verhältnis von Staat und Bürgern. Social Citizenship, Hartz VI und 1-Euro-Jobs" mit dem Verhältnis von Staat und Individuum. Er konstatierte die Verschiebung vom Solidarprinzip des klassischen Sozialstaats hin zum Konzept des aktivierenden Sozialstaats. Von zentralem Interesse ist für ihn die Frage, was sich im Zuge der Hartz-VI-Gesetzgebung an diesem Verhältnis verändert hat. Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. Bremen in Kooperation mit DenkRÄUME e.V.
Bremen, 25.2.10, 19 Uhr, Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12
Von der Systemkritik zur gesellschaftlichen Transformation
Die 3. Tagung der Initiative für Praxisphilosophie und konkrete Wissenschaft diskutiert u.a. die Herausforderungen einer kritischen Transformationsforschung, die Philosophie der Praxis und aktuelle Positionen der Marxinterpretation, das Verhältnis von Ökonomie und Staat in der Neoklassik, bei Keynes und in der marxistischen Theorie, Reformprojekte: Wertschöpfungsabgabe, Grundeinkommen, Arbeitszeitverkürzung und vieles mehr. Mit u.a. Michael Brie, Günter Buchholz, Andreas Willnow. Programm und Anmeldung unter: www.praxisphilosophie.de/prxtag2010_programm.pdf, TN-Beitrag 15 Euro.
Nürnberg, 26.-27.2.10, Ort und genaue Zeit bei Anmeldung erfragen
Nach Kopenhagen
Der Klimagipfel in Kopenhagen ist vorbei und der Arbeitsschwerpunkt Soziale Ökologie (ASSÖ) BUKO lädt zur Nachlese: einem Seminar unter dem Titel "Grün - Neu - Gerecht? Die sozial-ökologische Frage nach Kopenhagen". Diskutiert werden soll über den Green New Deal, über "false" und "real" solutions für die Klimakrise, das alles vor einer Kritik an globalen Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Dabei sollen auch Perspektiven für strategische Interventionen, insbesondere des ASSÖ, in Auseinandersetzungen um sozial-ökologische Fragen erarbeitet werden. Ein erster Schritt dahin ist der BUKO33-Kongress im Mai in Tübingen. Anmeldung möglichst bis 21. Februar an mail@buko.info. TN-Beitrag: 20 Euro, inkl. Übernachtung und Vollverpflegung, am Geld soll eine Teilnahme aber nicht scheitern. Weitere Informationen: www.buko.info/buko-projekte/as-soziale-oekologie/
Wendland, 5.-7.3.10, Seminarhaus Meuchefitz
Natur und Krise
Langsam wächst das Bewusstsein dafür, dass wir es mit einander überlappenden und sich gegenseitig verstärkenden Krisenprozessen zu tun haben. Finanz- und Wirtschaftskrise, Ernährungs- und Energiekrise, Klima- und Biodiversitätskrise und viele weitere Krisenphänomene verdichten sich zu einem bedrohlichen Gesamtgebilde, das noch weit von einem umfassenden Verständnis entfernt ist, ganz zu schweigen von adäquaten Antworten oder Bewältigungsstrategien. Christoph Görg geht in seinem Vortrag "Natur und Krise. Widersprüche gesellschaftlicher Verhältnisse" der Frage nach, inwieweit die verschiedenen Krisenprozesse ihre Wurzel in Prozessen der Verselbstständigung haben - der Verselbstständigung kapitalistischer Wertvergesellschaftung gegenüber den handelnden Subjekten (die "zweite Natur" des Kapitalismus) wie in der Unfähigkeit, die Selbstständigkeit der "ersten Natur" gegenüber der Gesellschaft anerkennen zu können. Veranstaltet von jour fixe Initiative Berlin.
Berlin, 7.3.10, 18 Uhr, Neue Gesellschaft f. bildende Kunst, Oranienstr. 25
Konferenz Ökologie und Sozialismus
Ziel der Veranstaltung soll es sein, in Kooperation von verschiedenen linken, antikapitalistischen, sozialistischen, kommunistischen Strömungen, Bewegungen und Parteien konkrete Forderungen und Strategien zu entwickeln, um international gegen die fortgesetzte Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und die kapitalistische Profitlogik vorzugehen. Die Veranstalter, die Bildungsgemeinschaft SALZ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Verein für analyse, kritik und information, wollen gemeinsam mit den TeilnehmerInnen nach Ansatzpunkten für eine Zusammenarbeit suchen, wie sie etwa in der ökosozialistischen Erklärung von Belém vorgeschlagen wird. Zahlreiche ReferentInnen werden zu verschiedenen Aspekten der ökologischen und kapitalistischen Krise sprechen, darunter Frieder Otto Wolf, Eva Sternfeld, Bruno Kern, Thies Gleiss, Winfried Wolf, Manuel Kellner, Angela Klein. Voranmeldung über salzkreis@yahoo.de, TN-Gebühr: 25 Euro, ermäßigt 12 Euro. Weitere Infos unter: www.bildungsgemeinschaft-salz.de
Kassel, 13.-14.3.2010, Saal der VHS, Wilhelmshöher Allee 21
Die Situation politischer Gefangener im Baskenland
Im Baskenland besteht seit Jahrzehnten ein politischer Konflikt, der in der hiesigen Öffentlichkeit vor allem als Auseinandersetzung zwischen spanischen und französischen Sicherheitsbehörden und der bewaffneten Untergrundorganisation ETA wahrgenommen wird. Die Medien reduzieren den Konflikt auf "Terrorismus" und Straßenschlachten. Neben einem Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation des Konflikts wird es um die Lage der linken politischen Bewegungen gehen, deren AktivistInnen im Baskenland Organisationsverboten, Knast, Folter und gezielten Morden ausgesetzt sind. Der Referent ist Aktivist der "Freundinnen und Freunde des Baskenlandes" (www.info-baskenland.de). Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion Hannover.
Hannover, 18.3.10, 20 Uhr, UJZ, Kornstr. 28-30
