Titelseite ak
ak Newsletter
ak bei Diaspora *
ak bei facebookak bei Facebook
Twitter Logoak bei Twitter
Linksnet.de
Verein fuer politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.

Reclaim and Remember

Am 23. November 1992 wurden bei einem rassistischen Brandanschlag in Mölln die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ay?e Y?lmaz und die 51-jährige Bahide Arslan ermordet. Seit 25 Jahren kämpft die Familie Arslan gegen das Schweigen in der Stadt Mölln und die Ignoranz gegenüber ihrer Trauer und ihren Forderungen. 2013 wurde die Möllner Rede aus dem Gedenkprogramm der Stadt Mölln gestrichen. Daher findet sie seitdem im Exil statt und wird in diesem Jahr von der Auschwitzüberlebenden Esther Bejarano gehalten. Infos unter gedenkenmoelln1992.wordpress.com.

-> Berlin, 19.11.2017, 16 Uhr, Möllner Rede im Exil, Hebbel am Ufer (HAU1), Stresemannstr. 29

-> Mölln, 23.11.2017, 15-19 Uhr, Offenes Gedenken, Bahide-Arslan-Haus, Mühlenstr. 9

Frauen in der Bundeswehr

Explizites Ziel der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr auch für Frauen attraktiv zu machen. Ein wesentlicher Teil der Werbung richtet sich deshalb an Frauen. Zugleich werden immer wieder Fälle von sexualisierter Gewalt innerhalb der Bundeswehr öffentlich. Diese sind nur die Spitze des Eisbergs.

-> Berlin, 22.11.2017, AStA der Universität der Künste, Hardenbergstr. 33, 19 Uhr

Crossroads

Angesichts der sozialökologischen Krise und eines massiven Rechtsrucks in vielen europäischen Staaten lädt das Forum Stadtpark mit der sechsten Ausgabe des Crossroads Festivals zur Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen ein. Neben Krisenfolgen und Manifestationen der autoritären Wende macht die Auswahl der Dokumentarfilme Menschen, Initiativen und Bewegungen sichtbar, die sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und demokratischen Errungenschaften einsetzen. Programm unter crossroads-festival.org.

-> Graz, 22.11. bis 3.12.2017, Forum Stadtpark, Stadtpark 1

Femme Rebellion Festival

Das Festival möchte einen hierarchiefreien Ort für Musiker_innen und Musikinteressierte jeglichen Geschlechts schaffen. Anfang der 1990er Jahren startete eine Menge Frauen- und gemischtgeschlechtliche Bands ausgehend von der Riot-Grrrl-Bewegung in den USA eine Art Rebellion, um die herrschenden sexistischen Selbstverständlichkeiten in Musikzusammenhängen zu überwinden. Leider konnten heute, über 20 Jahre später, immer noch keine Bahn brechenden Veränderungen in dieser Hinsicht erreicht werden. Das Festival will an diesem Zustand etwas ändern. Informationen unter www.startnext.com/femme-rebellion-fest.

-> Berlin, 23.11.2017, 20 Uhr, Tommyhaus, Wilhelmstr. 9

-> Bremen, 25.11.2017, 20 Uhr, Die Friese, Friesenstr. 110

-> Hamburg, 25.11.2017, 20 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2

»Sicherheitsbahnhof« hacken

Seit dem 1. August läuft im Berliner Bahnhof Südkreuz ein Pilotprojekt zur automatisierten Gesichtserkennung. Dieser exemplarische Versuch steht in einer Serie von Grundrechtseinschränkungen. Endstation, das Aktionsbündnis gegen den Ausbau von Videoüberwachung im öffentlichen Raum, veranstaltet gemeinsam mit anderen Gruppen einen Aktionstag mit Protest und Aufklärung. Mehr Informationen unter endstation.jetzt.

-> Berlin, 27.11.2017, 16 Uhr, Westflügel Bahnhof Südkreuz

Uni und Organisierung

Die Uni ist ein Teil kapitalistischer Verwertung und eine Stätte, in der gesellschaftliche Ungleichheit reproduziert wird. Lohnt es sich trotzdem, genau hier für Demokratisierung und Selbstbestimmung einzutreten und linke Organisierung voranzutreiben? Die linke Liste :uniLinks! an der Uni Bielefeld feiert ihren 18. Geburtstag mit einer Podiumsdiskussion mit Vertreter_innen des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der Liste der Studiengangsaktiven der Uni Bremen und der alternativen Hochschulgewerkschaft unter_bau.

-> Bielefeld, 30.11.2017, 19 Uhr, Potemkin-Bar, Heeperstr. 28

30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

Drei Jahrzehnte nach dem Angriff von Neonazis auf ein Punkkonzert in der Berliner Zionskirche und der anschließenden Gründung der ersten unabhängigen Antifagruppen in der DDR will die Tagung Brücken zwischen den verschiedenen Generationen von Zeitzeug_innen, politischen Aktivist_innen und gesellschaftskritischen Wissenschaftler_innen schlagen. Auf dem Programm stehen Themen wie Neonazis und Rassismus in der DDR und Gegenwart, das Spannungsfeld von militanter Selbstverteidigung und staatlicher Repression sowie die Bedeutung von Subkulturen und besetzten Häusern als antifaschistische Orte damals und heute, www.afa-ost.de.

-> Potsdam, 1. bis 2.12.2017, 18 Uhr, Rechenzentrum, Dortustr. 46

Das rechte Projekt und seine Ursachen

Warum können sich Rechte in Europa und in den USA festsetzen? Wohin entwickeln sich die Rechten? Und: Ist der Erfolg wirklich nur auf eine nach rechts gerückte Arbeiterklasse zurückzuführen? Wie sehen Gegenstrategien aus? Diesen Fragen widmet sich ak-Autor Sebastian Friedrich.

-> Stuttgart, 1.12.2017, 20 Uhr

-> Ludwigsburg, 2.12. 2017, 14 Uhr

-> Heddesheim, 2.12. 2017, 20 Uhr, Alte Schule, Beindstr.19, Musikzimmer

-> Essen, 12.12. 2017, 18 Uhr, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum S06 S00 B32

Den NSU-Komplex kontextualisieren

Die von spot the silence konzipierte Ausstellung vermittelt Hintergründe der rassistischen Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Sie richtet den Scheinwerfer auf diejenigen, deren Wahrnehmung und Expertise in der öffentlichen Darstellung zu selten Platz finden. Im Rahmen der Ausstellung findet ein Gesprächsabend mit Mehmet Daimagüler statt, er ist Nebenklageanwalt der Angehörigen der NSU-Mordopfer ?smail Ya?ar und Abdurrahim Özüdo?ru. Infos unter www.agsa.de.

-> Magdeburg, 4.12.2017, 18 Uhr, einewelt haus, Schellingstr. 3-4, Raum 01

Über Grenzen

Von der RAF zum Weltfriedensdienst: Das Leben Lutz Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das gesamte Terrain der westdeutschen radikalen Linken vermessen wird. Rebellion gegen die verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära in der badischen Provinz, 1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim, Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des Kommandos Holger Meins der RAF, 20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes, nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio de Janeiro, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes.

-> Bonn, 5.12.2017, 20 Uhr, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76