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Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr

Keinen Job? Immer noch keine Ausbildungsstelle gefunden? Angst vor Hartz IV? Der Arbeitsmarkt und deine berechtigte Zukunftsangst machen dich zum perfekten Ziel für die Rekrutierungsoffiziere der Bundeswehr, egal ob du Mann oder Frau bist. Wehrpflicht gibt es leider immer noch als Zwangsdienst für die männlichen deutschen Jugendlichen. Ist Kriegsdienstverweigerung eine persönliche Möglichkeit, sich der Ausbildung zum Töten von Menschen zu entziehen? Ist der Zivildienst tatsächlich eine friedliche Alternative zum Kriegsdienst? Veranstaltung mit Detlef Mielke von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen. Veranstalter: Basisgruppe Wilhelmsburg der Linksjugend solid.

Hamburg, 22.3.10, 19.30 Uhr, Büro Bezirksfraktion DIE LINKE, Am Felde 2

Previewtour "Im Schatten des Tafelbergs"

Kapstadt, Südafrika 2009. In kaum einer anderen Stadt der Welt liegen Armut und Reichtum so dicht beieinander wie am Kap der guten Hoffnung. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichten von Ashraf, Mne, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Ashraf und Mne von der Anti Eviction Campaign setzten sich täglich in den Townships gegen Zwangsräumungen und Wassersperrungen ein. Zoliswa, eine alleinerziehende Mutter, sucht eine neue Stelle als Hausangestellte und Arnold macht eine Ausbildung zum bewaffneten Wachmann in der boomenden Sicherheitsindustrie. Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mne mit ihren eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert. In Anwesenheit der Protagonisten Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo und der Filmemacher wird "Im Schatten des Tafelbergs" auf einer Previewtour u.a. in Freiburg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Hamburg, Göttingen und Stuttgart gezeigt. Genaue Termine unter: http://dok-werk.com/termine.

Verschiedene Orte, 27.3-17.4.10, nähere Informationen auf der Webseite

Protestformen sozialer Bewegungen

Im Laufe der wechselvollen Geschichte der sozialen Bewegungen hat sich ein vielfältiges Repertoire an Protestformen herausgebildet: Straßendemonstrationen, Kundgebungen, Infostände, Happenings, Reclaim-the-Street-Partys, Pink & Silver, Rebel Clown Army, Streiks oder Aktionen des zivilen Ungehorsams wie Warenboykott, Sitzblockaden oder Tortenwerfen. Das Buch "Kommt herunter, reiht euch ein. Eine kleine Geschichte der Protestformen sozialer Bewegungen" beschreibt Geschichten der Protestformen von 1848/49 bis heute. Im Vordergrund steht die Frage, welche Möglichkeiten sich daraus für eine zeitgemäße politische Praxis ergeben. Buchvorstellung mit den AutorInnen, unter anderem Karoline Boehm, Larissa Denk, Andrej Mischerikow und Fabian Waibel. Veranstaltet von der Buchhandlung im Schanzenviertel.

Hamburg, 31.3.10., 19.30 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2

Rechtsextrem=Linksextrem=Totalitär?

Der hysterische Diskurs über eine angebliche "linksextremistische Gefahr", die Neuausrichtung der Förderprogramme gegen sogenannten "Extremismus", Razzien im Vorfeld antifaschistischer Proteste in Dresden - die politischen Folgen des Extremismusansatzes sind deutlich spürbar. Im Seminar soll diskutiert werden, warum die Extremismusformel sich so großer Beliebtheit erfreut, welche Konsequenzen diese Analyse für linke Politik hat und welche Alternativen es zum Extremismusbegriff gibt. Und da kein Extremismusansatz ohne Verankerung in Totalitarismustheorien auskommt, gibt das Seminar auch diesbezüglich eine Einführung. Die ReferentInnen sind Mitglieder der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff. Seminarveranstalter: Naturfreundejugend Berlin. Nähere Infos und Anmeldung unter: www.naturfreundejugend-berlin.de/seminare. Teilnahmebeitrag: 8-15 Euro.

Berlin, 3.-4.4.10, Ort und genaue Zeit werden bei Anmeldung mitgeteilt

(Post-)Operaismus und sozialistische Hegemonie

Thomas Goes, Sozialwissenschaftler an der Universität Jena, spricht über die Stärken (post-)operaistischer Theorie und Strategiebildung. Daran anschließend werden aus einer an Hannah Arendt, Antonio Gramsci und Rosa Luxemburg angelehnten Position Kritiken an dem Konzept der Multitude, am Staatsbegriff und machtpolitischen Schlussfolgerungen formuliert. Produktiv soll so eine sozialistische Hegemoniestrategie entwickelt werden, die von der notwendigen pluralistischen politischen Organisierung und Parteibildung ausgeht. Veranstaltet von der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen e.V.

Bremen, 15.4.10, 19.30 Uhr, Paradox, Bernhardstr. 12

Die Asse säuft ab - Gorleben was nun?

Das letzte Jahr war spannend. Im Frühling konnte endlich nachwiesen werden, dass 1983 die CDU/FDP-Bundesregierung massiv Einfluss auf die veröffentlichten Ergebnisse der eigenen behördlichen WissenschaftlerInnen genommen hat. Die Regierung Kohl wollte alles auf die Karte Gorleben setzen. Erstmals berichteten zudem unabhängige WissenschaftlerInnen und BehördenmitarbeiterInnen öffentlich über die skandalösen Hintergründe dieses Diskussionsprozesses für Gorleben. Die neugewählte CDU/FDP Bundesregierung will, wie befürchtet, die Pläne für Gorleben wiederaufnehmen und mit den alten Behörden und staatsnahen WissenschaftlerInnen das Endlager zu Ende "erkunden". Selbst das Absaufen des Modellendlagers Asse wirkt nicht abschreckend. Zehn Jahre nach der letzten Fachtagung will die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V mit bekannten und neuen WissenschaftlerInnen ihre Positionen zur Erkundung des Salzstocks Gorleben untermauern. Teilnahmegebühr: 50, ermäßigt 20 Euro.

Dannenberg, 16.-17.4.10, Hotel Alte Post, Marschtorstraße 6